Das DHDL-Startup Kulero sucht Kapital für seine essbaren Löffel - Business Insider

2021-12-31 13:31:13 By : Mr. qing zhu

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Ab Juli ist es EU-weit verboten, Einwegbesteck zu verkaufen. Das Göttinger Startup Kulero hat bereits eine Alternative parat: Löffel, Teller und Becher aus Getreide.

Geht es nach der jungen Firma Kulero, bleibt nach einem Picknick oder Firmenfest kein Plastikmüll liegen. Die Teller werden aufgegessen, so auch die Eislöffel, Trinkhalme und Kaffeebecher. Das Göttinger Startup arbeitet seit Sommer 2019 an nachhaltigen Lösungen, die nur aus natürlichen Zutaten wie Hafer, Hirse und Weizenkleie bestehen.

Gründerin Juliane Schöning hat sich in ihrem Studium mit der Kultur Indiens beschäftigt. Ihr Mitstreiter Hemant Chawla kommt aus Indien, hat BWL studiert und ist gelernter Einzelhandelskaufmann. Kennengelernt haben sich die beiden bei einem Austauschseminar des Goethe-Instituts, erzählen sie im Gespräch mit Gründerszene. Sie wurden Freunde und haben gegründet. „Wir haben uns drei Jahre Zeit genommen für die Entwicklung“, sagt Chawla.

Sein Cousin kümmert sich um die Produktion in Indien. Kulero wollte die Löffel gern im Heimatland des Mitgründers herstellen lassen. Familie und Freunde hätten extra dafür einen Ofen zum Rösten gebaut. Mittlerweile werde zwar ein Teil der Artikel auch in Deutschland hergestellt. Das indische Team wolle das Startup aber weiterhin unterstützen.

Eine Packung mit zehn Löffeln kostet im Onlineshop 4,99 Euro – mehr als 100 Löffel aus Kunststoff oder gar Holz, aber weitaus nachhaltiger. Der Fokus liegt auf dem B2B-Markt, allen voran Cafés und Eisdielen. „Mittlerweile merken wir aber, dass es eine große Nachfrage von Privatkunden gibt“, so Chawla. Das Plastikverbot, das das EU-Parlament beschlossen hat, spielt dem Göttinger Startup dabei in die Hände. Ab Juli müssen etwa Besteck, Trinkhalme und Teller durch nachhaltige Alternativen ersetzt werden.

Die ersten Löffel habe das Duo im November 2019 verkauft. Das habe ihnen in den ersten Monaten einen monatlichen Umsatz von etwa 10.000 Euro eingebracht, sagen die Gründer. Mittlerweile setzen sie bis zu 70.000 Euro im Monat um und die Eis- und Picknicksaison ist gerade erst gestartet. Außerdem haben sie einen anderen Absatzkanal gefunden, der saisonunabhängig ist: Gefängnisse und Psychiatrien. Für die Insassen sei essbares Besteck sicherer, um keine Waffen daraus herzustellen oder sich selbst zu schädigen, erzählen die Kulero-Macher.

Bislang haben Schöning und Chawla ihr Startup komplett eigenfinanziert. In der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ suchen sie daher nach 200.000 Euro von Investoren. Die Heidelberger Konkurrentinnen von Spoontainable haben erst vor einem halben Jahr eine sechsstellige Finanzierung abgeschlossen. Geldgeber sehen in essbarem Besteck also einen Markt.

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